Demenz und wie das Gehirn lange fit bleibt

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 300.000 Menschen an Demenz. An die 1,5 Millionen leiden an einer dementen Erkrankung. Diese geht einher mit Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit, Gedächtnisverlust bis hin zum geistigen Verfall. Je älter die Menschen werden, umso größer ist das Risiko, dass eine Demenz auftritt. Viele haben Angst vor dem großen Vergessen, gegen das es bis heute leider keine Heilung gibt. Angst vor dem Verlust der eigenen Persönlichkeit. Dennoch gibt es Möglichkeiten, sein Gehirn fit zu halten und das Vergessen ein wenig zu verschieben. Bis zu einem gewissen Grad kann das Gehirn vor dem langsamen Verfall sogar geschützt werden. Dies sind Möglichkeiten, welche das Risiko, an Demenz zu erkranken, verringern können.

Forderungen an das Gehirn stellen

Es gibt verschiedene Methoden, um das Gehirn fit zu halten. Wenn dieses herausgefordert, bleibt es fit. Das können Kreuzworträtsel sein, aber auch Übungen, um sich etwas zu merken. Lernen Sie einen Einkaufszettel auswendig und nutzen den Zettel nur als Spicker. Schließen Sie sich einer Theatergruppe, spielen Sie mit. Durch das Auswendiglernen von Texten werden die Nervenzellen herausgefordert. Auch das Lösen von Rechenaufgaben im Kopf statt mit einem Taschenrechner hält das Gehirn fit. Scheuen Sie sich nicht davor, auch mal was Neues zu lernen wie eine Sprache oder ein Instrument. Mit jeder Herausforderung werden Verknüpfungen im Gehirn geknüpft, die wiederum ein Mittel gegen das Vergessen sind.

Gesunde Ernährung und Sport

Eine sogenannte Mittelmeer-Diät mit Nüssen, Fisch, viel frischem Gemüse und Olivenöl ist sehr gut geeignet, um das Gehirn gegen die Demenz zu unterstützen. Die Nahrung sollte frei von Umweltgiften sowie chemischen Zusätzen sein. Viel mehr zählt es, den Körper mit ausreichend Vitalstoffen zu versorgen. Wichtig für die Gehirnfitness ist ein konstanter Vitamin-D-Spiegel.

Wird diese Ernährung kombiniert mit täglich zehn Minuten sportlichen Übungen wie Kniebeugen kombiniert, hat dies positive Auswirkungen. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, sich regelmäßig zu bewegen. Wenn sich der Mensch bewegt, werden Bereiche im Gehirn aktiviert, welche für das Gedächtnis und das Lernen benötigt werden. Daher kann regelmäßige Bewegung das Gehirn anregen. Auch ein guter Schlaf wirkt fördern gegen Demenz. Im Schlaf regeneriert der Körper physisch wie auch mental. Eine dauerhafte Leistungsfähigkeit wird gewährleistet, wenn der Körper ausreichend und erholsamen Schlaf erhält. Schlafstörungen durch Stress oder Wälzen von Problemen kann sich negativ auf das Gehirn auswirken, weshalb Sie auf einen guten Schlaf achten sollten. Dieser gesunde Lebensstil kann zusätzlich unterstützt werden, indem Sie auf das Rauchen verzichten, Alkohol nur in Maßen konsumieren und auf ihren Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel achten.

Soziale Kontakte pflegen

Igeln Sie sich nicht zu Hause ein, sondern pflegen Sie Kontakte nach draußen. Das Miteinander im Freundeskreis mit regelmäßigen Treffen und der Austausch miteinander fördern das Wohlbefinden sowie die Fitness des Gehirns. Durch diese Treffen und die Gespräche miteinander werden die Nervenzellen immer wieder aktiviert. Beteiligen Sie sich gerne an Klatsch und Tratsch, fragen Sie nach Neuigkeiten und nehmen Sie aktiv am Geschehen teil.

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass diese verschiedenen Faktoren die mentalen Fähigkeiten des Gehirns unterstützen und stärken, so dass sich der Verfall verzögern lässt.

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